Deutsch-Serbisches Begegnungsseminar zur Zukunft der Gewerkschaftsbewegung

Am Montag, den 21. November 2011, organisierte die Friedrich-Ebert-Stiftung Belgrad in Kooperation mit der Jugendsektion des Bundes der Unabhängigen Gewerkschaften Serbiens (SSSS) einen deutsch-serbischen Workshop zur Zukunft der Gewerkschaftsbewegung in beiden Ländern. Dabei waren Vertreter verschiedener Einzelgewerkschaften und Dachverbände. Die deutschen TeilnehmerInnen vertraten die Gewerkschaften ver.di, GEW, IG Metall sowie die DGB-Jugend, während die TeilnehmerInnen aus Serbien den SSSS, die Industriegewerkschaft ISS und die Konföderation der Freien Gewerkschaften KSS repräsentierten.
In einer Reihe von Vorträgen und Diskussionen wurden verschiedene Themenkomplexe beleuchtet und diskutiert. Darunter fielen die Organisationstrukturen der Gewerkschaften und die Aktionen der Jugendverbände, junge Menschen an sich zu binden und langfristig für die Gewerkschaftsarbeit zu mobilisieren. Ebenso wurde das Verhältnis zu politischen Parteien und die Gewerkschaftspolitik in der Wirtschaftskrise erörtert. Die Gewerkschaftsarbeit an den Hochschulen und Universitäten, sowie die Möglichkeit, Fortbildungen für die eigenen Mitglieder zu organisieren wurden ebenfalls thematisiert. Die lebhaften Diskussionen zwischen den einzelnen Vorträgen zeugten davon, dass sowohl die serbischen als auch deutschen TeilnehmerInnen das Ziel verfolgten, sich von den Erfahrungen der jeweils anderen inspirieren zu lassen und ihr Wissen über die Lage der Arbeitnehmervertretung im anderen Land auszubauen.
Am Dienstag, den 22. November, folgten die deutschen TeilnehmerInnen der Einladung der KollegInnen der Industriegewerkschaft ISS, das Werk der Firma Dräxlmaier in Zrenjanin zu besichtigen. Neben einem Rundgang ergab sich eine ebenso aufschlussreiche wie intensive Diskussion mit den Gewerkschaftsvertretern im Werk sowie dem Geschäftsführer. Deutsche und serbische KollegInnen waren sich einig, dass Gewerkschaften im vereinten Europa über nationale Grenzen hinweg, zur Durchsetzung guter Löhne und guter Arbeitsbedingungen zusammenarbeiten müssen.
