Obwohl die gesellschaftspolitischen Herausforderungen für jedes der Länder Südosteuropas ihre spezifischen Bedingungen und Merkmale haben, stehen alle Länder der Region vor der Notwendigkeit, Wirtschaft und Gesellschaft zu transformieren und eine funktionierende Marktwirtschaft und Demokratie zu entwickeln. Alle Länder der Region wollen außerdem Mitglied der Europäischen Union werden und müssen ihre Institutionen an den EU-Standards und Normen ausrichten.
Die meisten der Länder, die aus dem früheren Jugoslawien entstanden sind, haben zudem die Folgen von Kriegen und Konflikten zu überwinden, die die nachbarlichen Beziehungen teilweise erheblich belastet haben und ein Hindernis für das Zusammenleben und die Integration in die Europäische Union darstellen.
Die Rahmenbedingungen und die Herausforderungen für die Länder der Region weisen deshalb viele Gemeinsamkeiten auf und sind nur in enger Zusammenarbeit angemessen und nachhaltig zu lösen. Der Austausch von Informationen und Erfahrungen, die Weitergabe von erfolgreichen Lösungsansätzen sind deshalb besonders dazu geeignet, die Gräben der Vergangenheit zu überwinden und die gesellschaftspolitischen Herausforderungen zu bestehen.
Die Europäische Vision einer Gemeinschaft demokratischer Staaten, in denen die Bürger ohne Ansehen ihrer religiösen und ethnischen Herkunft gleichberechtigt und solidarisch für ihre Rechte eintreten und ihre Pflichten als Staatsbürger erfüllen, muss auch in dieser Subregion Europas gefördert und entwickelt werden.
Die FES trägt dieser Tendenz durch spezielle regionale Arbeitslinien Rechnung, die gemeinsam von den Büros in Süd-Ost-Europa entwickelt und durchgeführt werden.
Für die Friedrich Ebert Stiftung schafft die Orientierung ihrer Arbeit an regionalen Arbeitsprogrammen zugleich die Möglichkeit, ihre Ressourcen zu bündeln und besser zu nutzen und in einer fruchtbaren Konkurrenz mit einer zunehmenden Zahl anderer Träger gesellschaftspolitischer Beratung und Bildung ein eigenes Profil und fachlich-politische Kompetenz zu entwickeln.